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Rhönklub Zweigverein Meiningen

Meiningen und seine Wanderwege

Meiningen mit seinen 23.000 Einwohnern, eingebettet in das herrliche Werratal, kann als die östlichste Pforte zur Rhön betrachtet werden. Wenn von Meiningen gesprochen wird, spricht man meist auch im gleichen Atemzug vom Meininger Theater. Wesentlichen Einfluss hatte das Herzogshaus Sachsen-Meiningen, das viele kulturelle Persönlichkeiten an das Meininger Theater holte. So u.a. die Musiker Brahms, Reger, von Bülow, Richard Strauss und Günter Raphael. Der Märchendichter Ludwig Bechstein, der das “Deutsche Märchen- und Sagenbuch” geschrieben hat, lebte hier genauso wie Rudolf Baumbach, dessen Lieder “Hoch auf dem gelben Wagen” oder “Keinen Tropfen im Becher mehr” nicht nur in Meiningen oft gesungen werden. Eine halbe Stunde von Meiningen entfernt, in Bauerbach, hat Friedrich Schiller sein dramatisches Werk “Kabale und Liebe” verfasst. Jean Paul schrieb in Meiningen den 3. und 4. Band seines “Titans”. Nicht unerwähnt bleiben soll der Alpenforscher Ernst Adolf Schaubach (1800 – 1850), an den ein Denkmal aus Steinen verschiedener Berge der Alpen auf dem Meininger Parkfriedhof erinnert.

Meiningen, in der Mitte Deutchlands gelegen, wird vom Süden nach Norden von der Werra durchflossen. Rechts wird das Tal vom Thüringer Wald und links von der Rhön begrenzt. Die höchste Erhebung der nächsten Umgebung ist die Hohe Maas mit 498 m. Meiningen bietet seinen Bürgern und Gästen eine Vielfalt an Wandermöglichkeiten und Ausflugszielen, die anschließend einer näheren Betrachtung unterzogen werden sollen. Ein beliebter Wanderweg ist der 22 km lange Ringweg. Da er von der Stadt allseitig erreichbar ist, kann er auch in kleineren Etappen erwandert werden. Erstrebenswerte Wanderziele und Aussichtspunkte sind dabei: Kreuzberg, Dietrich, Diezhäuschen, Schaubachhütte, Puschhütte und Helenenhöhe. Der Johannes-Brahms-Weg führt vom Schloss Elisabethenburg über den Herrenberg zum Diezhäuschen und über das Helenenstift zurück zum Schloss.                 Der Bechsteinweg, der anlässlich des Tages des Denkmals am 9. 9.2001 eingeweiht wurde, führt von der Bogenbrücke an der Werra über den Kreuzberg zum Schloss nach Dreißigacker und zurück über Meininger FußwegBrunnenwegBogenbrücke. Im Jahre 2000 wurde die Goetz-Höhle in Meiningen nach 30 Jahren Schließung und umfassender Sanierung wieder für den Besucherverkehr freigegeben. Nach Aussage von Experten ist sie die größte für den Besucherverkehr zugelassene Spalt- und Klufthöhle Europas und findet bei den Besuchern großes Interesse. Sie ist in ca. 15 Minuten vom Stadtzentrum erreichbar.                   Lohnendes Ausflugsziel ist das Schloss Landsberg, nördlich von Meiningen gelegen, das über den Kaffeeweg zu erreichen ist. Hier stand einst die alte Burg Landeswehre, die 1525 der Wut der Bauern zum Opfer fiel. Nach dem Bauernkrieg stand nur noch ein dicker Turm. Sein umgestürzter Stumpf liegt noch heute in der Schieflage. Das Schloss Landsberg wurde in den Jahren 1836 –1840 von Herzog Bernhard II. durch Baurat Doebner als mittelalterliche Burg im neugotischen Stil erbaut. Vom Burgfried genießt man eine herrliche Panoramaaussicht zur Vorderrhön, zum Werratal und zum Thüringer Wald. Das heutige Hotel bietet sich mit seinem gehobenen Niveau auch für Festlichkeiten an. Ein schattiger Wanderweg, der der alten Salzstraße nach Frankfurt folgt, führt vom Landsberg aus an der Mariengrotte vorbei in die Haßfurt. Links an einer Anhöhe liegt die Ruine Habichtsburg, der ehemalige Sitz eines Henneberger Grafengeschlechtes. Der Melkerser Felsen in der westlichen Haßfurt, ein senkrecht nach dem Dorf Melkers abstürzender Felsen, gestattet einen imposanten Blick auf die Vorderrhön mit Hahnberg, Stopfelskuppe und Pleß. Eine Hütte des Rhönklubs, Zweigverein Melkers, lädt dort zum Verweilen ein.                                                            Aber auch innerhalb der Stadt Meiningen findet man gemütliche Wanderwege. Entlang der Werra kommt man über die Bogenbrücke in den Schlosspark, und über die Carlsallee erreicht man den “Englischen Garten”. Der “Spazierweg im Grünen” kann auf dem 1839 schön angelegten Parkfriedhof mit dem Aufsuchen von Grabstätten bedeutender Meininger Persönlichkeiten beendet werden.

Hohe Geba

Von Meiningen aus führen auch gut markierte Wanderwege zu sehenswerten Ausflugzielen in  Südthüringen und der Rhön.                                                                                               Zunächst soll der Hohen Geba (751 m), dem Hausberg unseres Zweigvereines, ein Besuch abgestattet werden. Von Meiningen gelangt man auf dem Hauptwanderweg West - Ost 3 (HWO 3), der von Meiningen nach Fulda führt. Nach 15 km ist die Hohe Geba erreicht. Bemerkenswert auf dem Weg zur Geba ist das Träbeser Loch, eine trichterförmige, von Bäumen umschlossene Vertiefung, ein sog. Erdfall.                                                                  Die Geba ist ein lang gestreckter Tafelberg aus Kalkstein mit einer Basaltdecke. Breitrückig und massiv überragt er das Herpftal, so dass er aus der Ferne mühelos erkannt wird. Von seiner höchsten Erhebung an der Meininger Hütte genießt man einen großartigen Rundblick, den kaum sonst ein Rhönberg gewährt. Weit reicht der Blick bei guter Fernsicht nach Norden zum Herkules bei Kassel und Hohen Meißner bei Eschwege. Etwas näher im Norden liegen die Stopfelskuppe und der Pleß und dahinter die Wartburg bei Eisenach. Im Osten grüßt der Dolmar und weiter das Ringberghaus bei Suhl, dahinter der Große Beerberg, der Adlersberg und der Bleß bei Eisfeld. Im Südosten kann man das Fichtelgebirge mit dem Ochsenkopf, die Veste Coburg und im Vordergrund die Gleichberge bei Römhild erkennen. Südlich erblickt man die Burg Henneberg und die Salzburg bei Bad Neustadt. Weiter nach Westen fällt der Blick auf das herrliche Panorama der Hohen Rhön mit ihrem Vorland in unvergleichbarer Schönheit, so von Kreuzberg über den Heidelstein, die Wasserkuppe, Ellenbogen, Habel, Sachsenburg, Dietrichsberg bis zum Baier bei Weilar. Davor, im Süden beginnend, liegen der Hutsberg und der Neuberg, die Diesburg, und der Umpfen bei Kaltennordheim. Besonders gut ist dieser Panoramablick in dem Flyer, der von den Mitgliedern des Rhönklubs, Zweigverein Meiningen, gestaltet und herausgegeben wurde, beschrieben.                                                                                                            Auf Grund dieser herrlichen Lage errichteten unsere Vorfahren im Jahre 1875 dort die Meininger Hütte, die 1925 erweitert und später den politischen Verhältnissen zum Opfer fiel. Im Jahre 1998 konnte sie wieder errichtet werden. Sie bietet für die vielen Wanderer aus nah und fern einen geschützten Rastplatz.                                                                                Im Jahre1994, zum 100. Geburtstag des ehemaligen Vorsitzenden unseres Zweigvereines, Julius Greif, wurde ein Gedenkstein aufgestellt und ein 5 km langer Wanderweg angelegt, der seinen Namen trägt.

Dolmar

Neben der Geba zählt auch der Dolmar (740 m) als Meininger Hausberg. Er ist 11 m niedriger als die Geba und trägt eine freie Basaltkuppe, die eine prachtvolle Aussicht gestattet. “Rigi” Thüringens, wie der Dolmar auch genannt wird, zählt geologisch zur Rhön (Kalkstein, Basalt), aber geografisch durch die Werra getrennt, zum Thüringer Wald. Durch große Initiativen konnte im Jahr 2000 das Charlottenhaus wieder errichtet werden. Von Meiningen ist der Dolmar über mehrere Wege zu erreichen. Ein sehr schöner Weg ist der über den Stiefelsgraben, den Webersbrunnen, die Hessenkoppe und über Kühndorf. Von dort ist der Dolmar nach Überwindung eines Höhenunterschiedes von 300 m zu erreichen. Der Rückweg kann über Utendorf und Kiliansberg oder über die Flugschule, Dolmargraben, Armlöcher und Helba genommen werden.

Ruine Henneberg

10 km südlich von Meiningen liegt die Ruine der Burg Henneberg. Die Burg wurde 1096 erstmals urkundlich erwähnt und war das Stammschloss der Grafen von Henneberg, deren Machtbereich sich vom Rennsteig bis zum Main ausbreitete. Mit dem 1583 verstorbenen letzten Henneberger Grafen, Georg Ernst, starben die Henneberger aus, und das Land fiel an die Wettiner. Diese sehenswerte Ruine der im Bauernkrieg 1525 zerstörten Burg wurde nach der politischen Wende 1990 mit viel Fleiß zugänglich gemacht. Sie bietet eine gute Fernsicht nach Unterfranken, zu Rhön und Thüringer Wald.

Gleichberge

Ein lohnendes Wanderziel, besonders im Frühjahr während der Blüte der Märzenbecher, bilden die beiden Gleichberge bei Römhild. Sie heben sich markant von ihrer Umgebung ab, da sie allein in der Landschaft stehen. Der Kleine Gleichberg (642 m), die Steinsburg, war von den Kelten als Gipfelburg mit basaltenen Ringwällen festungsartig ausgebaut worden. Vorgeschichtliche Funde sind im Steinsburgmuseum, das sich im Bergsattel zwischen Kleinem und Großem Gleichberg befindet,  zu besichtigen. Der Große Gleichberg wurde in der Vergangenheit zum Basaltabbau genutzt. Von den Gleichbergen genießt man bei guter Sicht einen wundervollen Rundblick über die Landschaft. Dabei kann man ca. 100 Dörfer, 90 Berggipfel und 11 Burgen oder deren Ruinen erblicken.

Hutsberg und Neuberg

Auch der Hutsberg und der Neuberg, zwischen Helmershausen und Stedtlingen gelegen, laden zu erholungsreichen Wanderungen ein. Auf dem Hutsberg (639 m) befindet sich eine Burgruine. Die Burg befand sich einst im Besitz der Würzburger Fürstbischöfe, gehörte dann dem Henneberger Grafengeschlecht und wurde 1275 als Raubritterburg unter Rudolf von Habsburg und nochmals wie die Burg Henneberg und die ehemalige Burganlage des Landsberges im Bauernkrieg zerstört.

Stopfelskuppe, Pleß

Beliebte Wanderziele von Meiningen aus sind der 664 m hohe Pleß mit dem vom Zweigverein Breitungen 1999 neu errichteten Aussichtsturm sowie die Stopfelskuppe (620 m). Das ehemalige Pleßhaus wurde oberhalb der Breitunger Seen wieder errichtet. Von Roßdorf kommend, bekannt durch die Schlacht am Nebel im Bruderkrieg Preußen gegen Bayern im Jahre 1866, kann man auf einer Rundwanderung auf der Stopfelskuppe ein großes Basaltblockmeer betrachten, von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Vorderrhön.  Auf dieser Wanderung sollten unbedingt die Roßdorfer und Bernshäuser Kutte sowie der Schönsee besichtigt werden. Sie sind durch Auslaugungen der unter dem Buntsandstein liegenden Salzlager entstanden und dienen heute der Naherholung. Über den Horn (578 m) und den Langen Rain, ein wertvolles Kalkmagerrasenbiotop mit Wacholderbewuchs, seltenen Orchideen und zahlreichen Silberdisteln wird Roßdorf wieder erreicht.

Zillbacher Forst

Der Zillbacher Forst, ein ausgedehntes Waldgebiet, einst Pirsch der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach ist gleichfalls ein gern besuchtes Wandergebiet. Über das Gebiet der Zehn Buchen, eine im Kreis angeordnete Buchengruppe, kann der Ort Zillbach erreicht werden. Die hier angelegte Cottaplantage mit über 400 Holzarten erinnert an das Wirken des 1763 im Forsthaus “Kleine Zillbach” bei Wasungen geborenen Begründers der Forstwissenschaften in Deutschland, Heinrich Cotta. Sie sollte bei dieser Wanderung mit einbezogen werden. Erwähnenswert ist auch die uralte, breitkronige Zentlinde bei Friedelshausen, wo einst der Zentgraf des “Amtes Sand” Gericht abhielt.

Zuletzt sollen noch vier bedeutende Wanderwege erwähnt werden, die über die Region Meiningen hinausführen, aber teilweise von den Wegewarten des Meininger Zweigvereines betreut werden.

Rhönklub-Hauptwanderweg West - Ost 3 (HWO 3)

Der HWO 3 von West nach Ost mit einer Länge von 82 km verbindet die Städte Fulda und Meiningen. Bei dieser Zweitagestour sind dabei die Milseburg, der Ellenbogen, mit 814 m die höchste Erhebung der thüringischen Rhön und nördlichster Ausläufer der Hohen Rhön, und die Hohe Geba (751 m) beliebte Anlaufpunkte.

Keltenwanderweg

Auch der Keltenwanderweg zählt zu den Fernwanderwegen der Region. Er führt über 200 km von Bad Winsheim durch den Steigerwald in die Haßberge und über die Gleichberge bei Römhild, die Widderstatt bei Jüchsen über Meiningen zum Dolmar. Auf dieser Tour können markante Siedlungsstätten der Kelten aus der Zeit ab 500 vor Chr. besichtigt werden.

Rhön-Rennsteig-Weg

Der Rhön-Rennsteig-Weg (89 km) stellt eine Verbindung zwischen Rhön und Thüringer Wald dar und berührt somit die unterschiedlichsten Charakterlandschaften beider Mittelgebirge im Herzen Deutschlands. Er beginnt in der Rhön auf der 950 m hohen Wasserkuppe, führt vorbei am Roten Moor zum Heidelstein (926 m). Danach beginnt die Thüringer Rhön, deren östliche Grenze der Flusslauf der Werra ist. Auf gut gekennzeichnetem Wanderweg geht es weiter zur Diesburg (712 m) über die Hohe Löhr, Hohe Geba (751 m), Stepfershausen zur Kirchenburg Walldorf, dann über den Dolmar (739 m) und den Ruppberg (866 m) nach Oberhof am Rennsteig.

Friedensweg

Der Friedensweg wird nicht vom Rhönklub betreut, soll aber hier nicht unerwähnt bleiben.   Der Friedensweg ist ein Wanderweg entlang der ehemaligen deutschen Grenze. Er ist  schon ca. 40 km lang. Neben den 40 Stationen, an denen auf Informationstafeln über die Ereignisse zwischen 1945 und 1990 berichtet wird, führt der Weg am "Grünen Band" vorwiegend durch das Biosphärenreservat Rhön. Der Friedensweg ist dem Engagement des Vereines “Bürger für sanften Tourismus in Hermannsfeld e.V” zu verdanken.

Hochrhöner

Der Hochrhöner wurde 2006 eröffnet und als Premiumweg eingestuft.Er verbindet auf ca.  175 km die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen.Der Hochrhöner beginnt in Bad Kissingen und führt über den Kreuzberg, den Heidelstein, die Wasserkuppe oder den Ellenbogen bis nach Bad Salzungen. Ab dem Heidelstein teilt sich der Höchrhöner in eine westliche Route über die Kuppenrhön und eine östliche Route über das Plateau der Hochrhön. Am Horbel in der Nähe von Andenhausen vereinigen sich beide Routen wieder um dann in Bad Salzungen zu enden.                                                                                            Es ist geplant, insgesamt bis zu 20 "Extratouren" mit Premiumqualität wie z.B.                       "Der Hilderser", "Der Meininger",  den "Gebaweg", den "Keltenpfad", den "Point-Alpha-Weg", und den "Vorderrhönweg" anzulegen, die sich als Rundwege für eine Tageswanderung gut eignen                                                                                                  Die Markierung des Hochrhöners erfolgt mit einem orangefarbenen "ö", das aus dem Rhönlogo entnommen wurde.

Der Meininger:

Der Meininger stellt eine Extratour des Premiumweges Hochrhöner dar. Er ist 13,5 km lang und ist mit einem roten "M" gekennzeichnet.                                                                         Der Meininger führt vom Schloß Elisabethenburg über das Diezhäuschen zur Schaubachhütte und weiter zum Landsberg. Von dort geht es über die Ruine Habichtsburg bis zur Hochebene bei Dreißigacker. Weiter führt der Weg über den Dietrich zur Götzhöhle und zurück zum Schloß Elisabethenburg.

 

Sicherlich gibt es noch mehrere lohnenswerte Wandergebiete und Ausflugsziele in und um Meiningen herum. Die hier vorgenommene Darstellung soll auch keine Rang- und Reihenfolge beinhalten. Es geht allein darum, unsere schöne Heimat in kurzen Zügen allen Wanderfreunden vorzustellen.

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